Transalpinerun 2017

unterwegs auf der dritten bzw. "letzten" Etappe des Transalpineruns 2017
unterwegs auf der dritten bzw. "letzten" Etappe des Transalpineruns 2017

Der Goretex Transalpine Run ist mittlerweile schon wieder Geschichte. Heuer war wieder die Westroute an der Reihe und Toni wollte zusammen mit Thomas Hellrigl erneut am Lauf teilnehmen, nachdem sich Tom vor zwei Jahren auf der dritten Etappe seinen Zeh gebrochen hatte und noch eine Rechnung mit dem TAR offen hatte. Leider sollte es nicht sein, Tom laboriert an einer hartnäckigen Verletzung und musste bereits im Juni absagen. 

 

Toni war nun auf der Suche nach einem neue Partner und konnte Lex für die Alpenüberquerung gewinnen. Sie waren bereits 2009 zusammen beim Transalpinerun erfolgreich unterwegs und kannten den Etappenlauf nur zu gut. Auch das Training im Laufe des Sommers spulten die Beiden oft gemeinsam ab. Viele schöne Touren in den Vinschger Bergen wurden laufend genossen. Der 8 Gipfelmarsch z.B. gehörte ebenso zum Training, wie die beiden letzten Etappen des TARs von Scuol nach Prad oder von Prad nach Sulden. Wettkämpfe im Vorfeld ließen auf eine gute Form schliessen und einer erfolgreichen Teilnahmen am TAR stand eigentlich nichts im Wege, bis sich Lex zwei Wochen vor dem Start eine lästige und schmerzhafte Hüftverletzung einholte. Etliche physiotherapeutische Maßnahmen brachten nicht den gewünschten Erfolg und etwas niedergeschlagen machte man sich auf die Suche um einen neuen Partner für Toni, nachdem ein Start für Lex in Weite Ferne rückte.

 

Verständlicherweise konnte kein Ersatzmann für Lex gefunden werden und so entschieden sich die Beiden trotzdem nach Fischen ins Allgäu zu fahren um zumindest die erste Etappe zu versuchen. Diese musste abgeflacht werden, nachdem Winter in den Bergen eingekehrt war. Auf 43 km waren nur mehr 1700 hm zu bewältigen. Und vor allem im Flachen bzw. in den Abstiegen machte sich die Hüfte von Lex stark bemerkbar. Nichts desto trotzen konnten die beiden die Etappe finishen und waren überrascht auf den 5 Platz im Gesamtklassement gekommen zu sein. In der Master Klasse konnten sie als Zweite sogar aufs Podium steigen. 

 

Nach der ersten Etappe wurden die Wunden geleckt und die zweite Etappe versprach wenig flaches Gelände, jedoch viele Höhenmeter, was uns sehr entgegenkam und eigentlich von der Hüfte her ohne Schmerzen zu bewältigen war. Den ersten Berg konnten wir im Spitzenfeld mitgehen, jedoch beim ersten Downhill machte sich die Hüfte sofort bemerkbar und wir verloren Zeit, die wir am nächsten Berg wieder aufholten. Bei den Zwischenzeiten am Berg immer unter den Top 3, verloren wir auch im letzten Downhill nach St. Anton wieder etwas an Zeit, konnten dennoch wieder als Gesamtfünfte finishen und wieder als Zweite in unserer Kategorie aufs Podium steigen. 

 

Die dritte Etappe startete im Regen und gleich gings berghoch und auch am dritten Tag stellte sich heraus dass wir uns eine Bombenform antrainiert hatten. Nur ein Team war kurz vor uns am höchsten Punkt. Nun folgte ein rutschiger und schlammiger Downhill und gleich auf den ersten Metern machte sich die Hüfte von Lex schmerzhaft bemerkbar. Es war nur mehr ein Humpeln möglich! Schnell stand fest, dass ein Weitermachen nicht sinnvoll ist und schwerenherzens entschieden wir uns die Flinte ins Korn zu werfen. Wir wurden von einem Shuttle nach Landeck gebracht und nachdem wir uns von den ärgsten Konkurrenten verabschiedet hatten, ging's heim, mit dem Wissen im Gepäck, dass wir uns ganz gut verkauft hätten.

 

Genau das macht den Transalpinerun aus. Man ist erst in Sulden am Ziel und bis dahin gilt es viele Strapazen auf sich zu nehmen und es kann sehr viel passieren, nicht umsonst muss ein Drittel aller Teilnehmer aufgeben.  

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Franz G. (Donnerstag, 14 September 2017 06:17)

    Bravo Mandr,
    Wahre Stärke beweist, die richtigen Entscheidungen in schwierigen Momenten zu treffen und diese schwierige Entscheidung war zweifelsfrei DIE RICHTIGE.

  • #2

    Dan (Donnerstag, 14 September 2017 07:32)

    Ihr wart am Berg sicher eines der stärksten Teams, schade dass ihr uns nicht bis zum Ende begleiten konntet. Wäre interessant gewesen zu sehen wo ihr am Ende gelandet wärt. Mein Tipp, ganz weit vorne. Also gute Genesung und bis zum nächsten TAR.


www.ski-running.com

wird unterstützt von:














unsere Partner: