Sa
31
Jul
2010
Reschenseelauf
Der Reschenseelauf ist das größte Laufevent Südtirols und wird von unserem „Sommerverein“ ausgetragen. Die Organisation ist dank der vielen freiwilligen Helfer stets top, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und unter den knapp 3000 Gemeldeten waren erstmals wieder nach langer Zeit alle fünf Mitglieder unseres Teams.
Wir sind bekanntlich ja nicht so die Straßenläufer, stellten uns aber dennoch der Seeumrundung. Am Start war ein großes Gedränge, jeder wollte für sich die beste Position ergattern. Die Strecke ist nämlich ziemlich eng und Staus sind besonders an den ersten KM schon vorprogrammiert, sollte man sich nicht in eine gute Ausgangslage gebracht haben.
Toni frischer Tata und nun wieder voll im Training wollte testen wie weiter er noch von seiner Normalform entfernt ist, erwischte einen guten Start, brach aber auf den letzten km etwas ein. Die Formkurve zeigt aber nach oben.
Lex war schon vor zwei Wochen in Nauders nicht besonders fit und auch dieses Wochenende packte ihn eine leichte Grippe und nach einer wilden Tortur (mit Übelkeit und Brechreiz) um den See erreichte er zwar das Ziel aber nicht seine höher gesteckte Aussicht eine gute Zeit zu laufen. Es wird für ihn Zeit für eine Pause, die vielen Wettkämpfe der letzten Zeit waren wohl etwas zu viel des Guten.
Welli fühlte sich vom Start weg gut, rollte bis km 10 anständig dahin und war unterwegs zu einer 56er Zeit. Leider brach er auf dem letzten Teil unverständlicherweise etwas ein und büßte ebenfalls eine gute Zeit ein, war aber im Ziel dennoch zufrieden mit seiner Leistung. Seine knappen Worte:
Fühlte mich bis km 10 top, hatte dann einen leichten Einbruch war aber trotzdem sehr zufrieden. Froh zu sein bedarf es wenig, denn wer froh ist ist ein König :-)
Tubl nach langer Wettkampfabstinenz wieder einmal am Start eines Rennens nahm sich nicht viel vor, hatte er doch laufend seit dem Winter keine 100 km in den Beinen, mehrere 1000 km aber als Bikeguide. Nichts desto trotz schüttelte er eine 1.04er Zeit aus dem Handgelenk und war mit seiner Leistung zufrieden.
Franz in aufsteigender Form wollte auch beim Reschenseelauf eine gute Figur abgeben und kämpfte für eine gute Zeit. Im Ziel war er sichtlich endtäuscht, eine 1.05er Zeit ist auch nicht die Zeit die er eigentlich drin hätte. Voller Frust entschied er sich für einen weiteren Wettkampf am Sonntag, wo er wieder bei seiner Spezialdisziplin dem Berglauf am Start gehen konnte. Sein Statemante:
Bestens, in den vordersten Reihen aufgestellt startete ich mit einigen Ambitionen eine für mich gute Zeit um den See zu machen. Den ersten Kilometer galt die ganze Konzentration, nicht zu Sturz zu kommen, ab KM 1 schaute ich dann einen lockeren, "Kilometerschnitt" von knapp unter 4 Minuten zu laufen, so war heuer die Vorbereitung und alles drumherum doch sehr gut und vielversprechend meine pers. Bestzeit zu knacken.
Jedoch es kam bald di Ernüchterung, nach KM 2 schlossen sich meine Oberschenkel und ich musste bereits anfangen "unrund" zu laufen, die KM- Zeiten wurden konstant langsamer, als sich dann bereits bei KM 6 der Magen zusammenzog, stand ich ganz kurz vor dem Ausstieg.
Trotzdem kämpfte ich mich durch, ohne mich "hinzurichten" aber auch nicht um den Lauf nur Locker zu Ende zu bringen. Es wollte an diesem Tag einfach nicht sein, will auch keine weiteren Gründe, oder gar Ausreden suchen, war halt nich besser, obwohl ich an mir persönlich, aufgrund des ganzen Trainingsaufwandes doch einiges mehr erwartet habe und eben auch die Ansprüche anderst gesetzt habe.
Die Entäuschung war natürlich gegeben, aber kaum aus dem Zielgelände "entflohen" puschten mich meine Frau und Söhne, sodass bereits ab diesem Zeitpunkt der Blick wieder nach vorne gerichtet war.
Alles in allem war es ein zufriedenstellendes Laufwochenende, die Veranstaltung an sich war super, das meiste hat reibungslos funktioniert und die Verantwortlichen bzw. das OK-Team kann sich nun auf den Lorbeeren von heuer ein klein wenig ausruhen.
Wir mussten erneut einsehen, dass das Laufen auf der Ebene nicht das unsere ist und der eine oder andere wird demnächst sicher wieder bei den verschiedensten Bergläufen auf sich aufmerksam machen und wer weiß im nächsten Jahr spezialisieren wir uns vielleicht auf einige Straßenläufen bzw. bereiten uns auch mal gezielt auf einen flachen Lauf vor.
Die Ergebnisse:
0.56.39 Toni (32ter)
0.57.11 Lex (41ter)
0.57.17 Welli (47ter)
1.04.50 Tubl (256ter)
1.05.25 Franz (282ter)
Die restlichen Ergebnisse liegen hier auf.










