Sa
10
Jul
2010
Tiefrasten Extremberglauf
Der Tiefrasten Extremberglauf ist einer der wenigen Teamläufe die es bei uns in Südtirol gibt. Zweierteams müssen auf einem Teil des Pfunderer Höhenweges gut 23 km und knapp 1600 hm überwinden, bevor sie auf einer recht steilen Abfahrt das Ziel auf der Tiefrastenhütte erreichen. Kurz entschlossen nahmen auch Welli und Lex am Rennen teil.
Eigentlich ist der Tiefrasten Extremberglauf ein Fixpunkt in unserer Sommersaison. Ist es doch ein anspruchsvolles und recht langes Rennen im alpinen Gelände. Genau so wie wir es mögen. Doch Welli war einerseits arbeitsbedingt nicht motiviert, Lex unfallbedingt unsicher. Doch Wellis SMS am Donnerstag mit dem Inhalt „lossmars in Somsta krochn?“ ließ alle Zweifel verfliegen und wir starteten am Samstag um vier Uhr morgens Richtung Terenten, dem Ziel des Laufes.
Von dort wurden wir mit Kleinbussen zum Nevestauessee chauviert, wo um neun Uhr der Start erfolgen sollte. Nach dem Dolomitenmarathon in Brixen vor einer Woche, wo Welli einen sehr guten 11 Rang erreichte und tags danach Lex am Berglauf von Aschbach überzeugen konnte, rechneten sich die beiden auch einen Top5 Platz aus. Waren sie doch schon 3x am Start, zweimal im selben Team und kannten die Strecke, was sicher ein Vorteil war.
Bei der Startaufstellung wurde schnell klar, dass die Sieger eigentlich nur Fischer/Hofer sein konnten. Weitere bekannte Gesichter konnten wir erkennen, viele aus der Skitourenrennszene wie Dorfmann Manni oder Weger Hubert. Aber auch der Ultraläufer Gross Ulli, der sich zur Zeit für den Ultralauf von Courmayeur vorbereitet. Weiters Marathonläufer Nino La Marchina oder ein weiterer junger Biathlet namens Windisch.
Gleich vom Start weg drückten Fischer/Hofer kräftig aufs Gaspedal, wir folgten mit Respektabstand und befanden uns in einer Gruppe mit La Marchina/Windisch und auch Höller Karl mit seinem Partner Schweigl waren uns auf den Fersen. Bei der ersten Verpflegung kamen wir bereits mit 3 Minuten Rückstand auf die Führenden an und stürzten uns in die erste Abfahrt. Wer Welli etwas kennt, weiß wie brutal er abwärts läuft. So hoch wie der Puls von Lex in den Abfahrten war, schoss er während der ganzen Aufstiege nicht hoch. Der zweite Anstieg war anstrengend, extrem warm und die Verfolger zogen an uns vorbei. Nach 11 km schossen auch schon die ersten Krämpfe bei Welli ein, wir hielten aber unseren Rhythmus und wussten dass uns der Höhenweg liegen würde. Dem war auch so, auf dem unendlich erscheinenden Höhenweg flogen wir dahin, überholten die vor uns liegenden Teams wieder und waren kurz vor dem letzten Aufstieg auf Rang drei. Nach einer Ladung Gel konnten wir unsere letzten Reserven mobilisieren und steigerten uns im letzten Aufstieg noch einmal, konnten auch noch das vor uns liegende Team überholen und waren mit einer knappen Minute Vorsprung auf der Kuhscharte, von da war das Ziel schon zu sehen, es stand aber noch eine happige Abfahrt vor uns. Welli wieder voraus, Lex seinem Tritt folgend und auf der Tiefrastenhütte konnten wir unseren knappen Vorsprung ins Ziel retten. Glücklich umarmten wir uns!
Rang zwei war weit mehr als wir uns je erwarten konnten, das war noch keinem Vinschger Team jemals gelungen, und es waren bereits einige Kaliber am Start die dieses Unterfangen versuchte. Bei einigen Hefeweizen war das fachsimpeln und plaudern bis zur Siegerehrung ohnehin etwas vom Schönsten am Rennen.
Kommentare: 2
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#1
bravo - den gips konnsch dr lei aufhebm :-)
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#2
Bravo Jungs! Ober solong men s'Bier no derhepp.....
