Mi
09
Sep
2009
Transalpinerun - Zwischenbericht
Wir sind gestern in Scuol angekommen und haben heute den Bergsprint hinter uns gebracht. Wie es uns in den ersten Tagen ergangen ist könnt ihr hier erfahren.
1. Tag: Oberstdorf - Lech
Das Rennen beginnt! Wir starten recht moderat und lassen unsere Pulsfrequenz nicht über die anaerobe Schwelle, reihen uns ca. als 10tes Team in den ersten Aufstieg ein. Aber bereits an der ersten Verpflegungsstellen schliessen wir auf die Spitzenteams auf. Ausser die starken Schotten, die wir aber sowieso nie erreichen. Das Rennen dauert ca. vier Stunden und kurz vor dem Ziel stossen wir unerwartet zu Roland und Michael auf. Geplagt von Krämpfen (Roland/Lex) erreichen wir gemeinsam als vierte das Ziel.
2. Tag: Lech - St. Anton
Wir starten wieder in gewohntem Pulsbereich, fühlen uns recht gut und können gleich von Beginn an ein recht hohes Tempo laufen. Die Schotten weit voraus, wir als zweites Team hinterher. An der ersten Verpflegung schliessen Roland und Michael zwar auf, können uns aber wieder lössen und erreichen den höchsten Punkt (2700 m) als zweites Team mit ca. 2 Minuten Vorsprung auf die Verfolger. Auf den 1800 hm im Abstieg verlieren wir aber unsere gute Position und erreichen aber dennoch hochzufrieden als vierte St. Anton am Arlberg.
3. Tag: St. Anton - Galtür
Nach den ersten zwei harten Tagen, beschliessen wir auch aufgrund der Länge der Etappe (33 km und 2400 hm) ein etwas gemächlicheres Tempo anzuschlagen. Lex zeigt erste Ermüdungserscheinungen und Toni weiss mit der Kraft nicht wohin, worauf er spontan die Stöcke als Zughilfe einsetzt. Er zieht Lex alle Anstiege hoch und wir erreichen Galtür, nach einer recht akzeptablen zweiten Hälfte dennoch als Gesamtsechste, fünfte in der Kategorie Men.
4. Tag: Galtür - Scuol
Die Königsetappe steht an. Auf 40 km sind 2300 hm im Aufstieg und unglaubliche 2700 hm im Abstieg zu bewältigen. Wir hatten uns bereits in den ersten Tagen auf eine gute Ausgangslage gebracht, weshalb wir versuchen mussten auf dieser Etappe nicht zuviel zu verlieren. Das Zugpferd musste bald wieder herhalten und nach der zweiten Verpflegungsstelle und den letzten Gipfel in Sicht können wir auch Roland und Michael vor uns sichten. Das beflügelte uns so sehr, dass wir am letzten Abstieg sowohl auf die beiden aufschliessen konnten und durch ein furioses Finale, wo wir Kopf und Kragen riskieren mussten, uns auf den dritten Gesamtrang katapultieren konnten. Die Freude war riesengross, noch nie konnte ein Vinschger Team einen Podiumsplatz bei der TAR herauslaufen.
5. Tag: Bergsprint Scuol - Mota la Nuns
Der Bergsprint wurde auf 10 Uhr angesetzt. Die besten Teams aber mussten in der heissen Mittagssonne starten. Vier waren das viertletzte Team und versuchten uns nicht zu verausgaben. Wir erreichen die Bergstation in 46 Minuten (6 km und 900 hm) und erreichen den sechsten Rang. Roland und Michael gaben heute alles und konnten den Tagessieg erreichen. Michael rannte Streckenrekord mit 39 Minuten und hängte sogar die schottischen Profis ab.
Vorschau auf die nächsten Tage:
Morgen steht die erste Heimetappe an. Lex hat Probleme mit seinem Knöchel, ausserdem sind die Zehen blau und die Blasen behindern auch etwas. Toni ist hingegen heil und topfit, kann also Lex voll und ganz beistehen. Wir werden unser bestes geben, Ziel ist nach wie vor das Zuendelaufen dieses TAR. Wir freuen uns schon viele Freunde wiederzusehen.
Bis dahin, machts gut und haltet uns die Daumen
Toni & Lex










